Malaria und ImpfungenMalaria
Hohes Risiko in ländlichen Gebieten in Assam und Westbengalen
Mittleres Risiko im ganzen Land nördlich der Linie Madras - Goa bis in Höhenlagen unter 2000m, einschl. Madras
Geringes Risiko südlich der Linie Madras - Goa, ebenso auf den Andamanen und Nikobaren Malariafrei sind Höhenlagen über 2000m von Jammu und Kashmir, Himachal Pradesh, Sikkim, Aunchal Pradesh, Lakkadiven.
Erreger:ca. 40-50% Plasmodium falciparum (Malaria tropica), der Rest v.a. Plasmodium vivax (Malaria tertiana).Malaria-Prophylaxe: Im sog. "Regelfall" eines organisiert reisenden Touristen ohne Vorerkrankungen:
Hohes Risiko: Vorbeugung mit Medikamenten* unter bestimmten Bedingungen zu empfehlen!
Übrige Gebiete: Mitnahme eines Notfallmedikaments (Standby). Je nach Reisezeit, Reisestil und persönlichen Gegebenheiten ist auch eine andere Empfehlung wie z.B. die vorbeugende Einnahme eines Malariamedikaments möglich.
zusätzlich Schutz vor Moskitostichen durch lange helle Kleidung, Repellentien, mückenfreie Schlafräume.
(*) Bitte beachten Sie:Die Wahl des Malariamedikaments ebenso wie evt. Abweichungen von den Empfehlungen müssen im Rahmen einer individuellen ärztlichen Beratung getroffen werden. Daher ist vor einer Reise in ein Malariagebiet unbedingt eine ärztliche Beratung zu empfehlen.
Malaria in Goa.
Aus verschiedenen Landesteilen Indiens werden Malariafälle berichtet. In Goa wurden über 2.800 Malaria-Fälle, im ersten Halbjahr 2007 registriert (2006: rund 1.500 Erkrankungen). Die meisten Malaria tropica-Fälle, wurden aus der nördlichen Region von Goa in Bardez und der angrenzenden Region Tiswadi berichtet. Nicht nur Einheimische sondern auch Touristen sind durch die Malaria gefährdet. Im Jahr 2007 erkrankten europäische Reisende an Malaria tropica nach ihrem Urlaub in Goa. Einige der Reisenden besuchten u.a. die beliebten touristischen Küstenregionen von Goa - Calangute Beach und Candolim Beach. Doch auch aus dem nordwestlichen Bundesstaat Indiens – aus Rajasthan – werden Malariafälle gemeldet. Im Nordosten Indiens werden jährlich schätzungsweise 500 bis 600 Malaria-Todesfälle registriert und auch aus dem nordöstlichen Bundesstaat Assam wurden im Jahr 2007 rund 10.000 Erkrankungsfälle und 25 Todesfälle berichtet. Reisende sollten rechtzeitig vor der Reise eine aufklärende reisemedizinische Beratung aufsuchen. Durch eine gründliche Nutzen-Risiko Abwägung sollte in einem persönlichen Gespräch die richtige Malariaprophylaxe individuell festgelegt werden. Eine Vielzahl von Faktoren wie z.B. Reiseland, Region, Reisedauer und das Verhalten legen das individuelle Malariarisiko fest. Daher wird Reisenden in Malariarisikoregionen sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen sowie ggf. eine medikamentöse Malariavorbeugung - nach ärztlicher Absprache - empfohlen.In vielen Landesteilen besteht ein Infektionsrisiko für Dengue. Dengue Fieber wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Daher sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.
Karte der Malaria in Indien.
http://members.aol.com/akaunzner/karten/indien_m.htm
Malariamedikamente
Lariam
Mefloquin (Lariam®)
Mefloquin wird zur Vorbeugung oder Therapie in Gebieten mit hohem Erkrankungsrisiko durch die gefährliche Malaria tropica eingesetzt. Häufige Nebenwirkungen sind Stimmungsschwankungen und Verdauungsstörungen. Selten wird über psychotische Zeichen, Krampfanfälle und allergische Hautreaktionen berichtet. Reisende mit Aktivitäten, die eine ungestörte Aufmerksamkeit, räumliche Orientierung und Feinmotorik erfordern, sollten möglichst kein Mefloquin einnehmen. Zur Prüfung der Verträglichkeit sollte mit der Mefloquin-Einnahme bereits 2-3 Wochen vor der Abreise begonnen werden. Bei Bedarf kann noch eine Alternative vor Reiseantritt gesucht werden. Bei erwiesener Unverträglichkeit sollte künftig auf die Einnahme des Mittels verzichtet werden. Die Nebenwirkungen sind dosisabhängig und kommen häufiger während einer Therapie mit Lariam vor. Gegenanzeigen sind Epilepsie, schwere Lebererkrankungen, Depressionen und psychiatrische Erkrankungen; Vorsicht bei bestimmten Leitungsstörungen im EKG, Schwangerschaft im ersten Drittel (siehe Kapitel Kinderwunsch, Schwangerschaft, etc.). Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten sind möglich. Einnahmehinweis: Zur besseren Verträglichkeit Mefloquin mit der Mahlzeit einnehmen! Dosierung zur Vorbeugung für Erwachsene: 1 Tablette pro Woche. Wenn Mefloquin erfahrungsgemäß gut vertragen wird, beginnt die Einnahme eine Woche vor der Abreise. Letzte Letzte Einnahme: 4 Wochen nach Rückkehr. Dosierung zur Vorbeugung für Kinder nach Angaben auf dem Beipackzettel.
Mefloquin dient vor allem zur Behandlung, aber auch zur Vorbeugung der Malaria. Die Erreger sterben ab, da Mefloquin eine ihrer wichtigsten Stoffwechselfunktionen stört.In manchen Gebieten sind die Malaria-Erreger (Plasmodien), die durch Stechmücken übertragen werden, gegen die Standardmedikamente Chloroquin (Resochin®) und Proguanil (Paludrine®) bereits unempfindlich (resistent). Mefloquin ist das einzige Reservemedikament und sollte zur Vorbeugung nur in diesen Risikogebieten angewendet werden. Dies gilt vor allem für das tropische Afrika.
http://www.netdoktor.de/medikamente/100003752.htm
Malarone
Atovaquon + Proguanil (Malarone®)
Dieses Kombinationspräparat kann in Gebieten mit hohem Risiko aufgrund der gefährlichen Malaria tropica zur Prophylaxe oder Therapie eingesetzt werden.. Malarone® ist geeignet bei Mefloquinunverträglichkeit oder -resistenzen. Malarone® ist in Deutschland zur Zeit nur für einen Aufenthalt bis zu 28 Tagen im Malariagebiet zugelassen. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen kommen vor.Gegenanzeigen sind schwere Lebererkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, Schwangerschaft und Stillzeit. Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten sind möglich. Wirkspiegelminderung bei gleichzeitiger Einnahme von Metoclopramid gegen Reisekrankheit. Einnahmehinweis: Die Medikamentenaufnahme kann zusammen mit fettreicher Nahrung verbessert werden. Dosierung: Bei Erwachsenen und Jugendlichen (> 40 kg) eine Tablette täglich. Kinderdosierung (Junior Tabletten) gemäß Beipackzettel. Beginn: 1 Tag vor Einreise ins Malariagebiet. Letzte Einnahme: 7 Tage nach Verlassen des Malariagebietes.Eine Packung Malarone® enthält 12 Tabletten; diese Menge reicht für einen maximal 4-tägigen Aufenthalt im Malariagebiet aus.
Doxycyclin
Doxycyclin (verschiedene Handelsnamen)
Das Antibiotikum Doxycyclin (ein "Tetrazyklin") ist in Deutschland nicht zur Malariavorbeugung zugelassen - wird aber seit Jahren mit guten Erfahrungen in Gebieten mit Resistenzen gegen andere Malariamedikamente eingesetzt. Doxycylin-Monohydrat-(H2O)-Präparate sind besser verträglich als Doxycyclinhyclat (HCL). Nebenwirkungen: Als Antibiotikum beeinträchtigt es die natürliche Keimbesiedlung des Körpers und kann in 1-5% zu Durchfällen oder bei Frauen zu Störungen des Scheidenmilieus führen. Außerdem erhöht sich die Lichtempfindlichkeit der Haut, sog. "Phototoxizität" (angemessener Sonnenschutz!). Bei Frauen mit Übergewicht wurde in Einzelfällen über erhöhten Hirndruck mit Augenhintergrundveränderungen berichtet. Bei anhaltenden Kopfschmerzen und Augenflimmern muss das Medikament sofort abgesetzt werden. Gegenanzeigen sind Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder (unter 8 Jahren) mit noch nicht abgeschlossener Zahnentwicklung, eingeschränkte Nieren- und Leberfunktion, Speiseröhren- oder Magenschleimhauterkrankungen, Überempfindlichkeit gegen Tetrazykline Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten und Alkohol sind möglich. Milch und Milchprodukte vermindern die Aufnahme. Einnahmehinweis: Zur besseren Verträglichkeit sollten Sie Doxycyclin mit einer Mahlzeit (ohne Milchprodukte) einnehmen. Dosierung bei Erwachsenen: 1 Tablette (100 mg) täglich. Beginn: 1 Tag vor Einreise ins Malariagebiet. Letzte Einnahme: 4 Wochen nach Verlassen des Risikogebietes.
Eigene Anmerkungen zur Wirksamkeit von Doxycyclin.
Der Begriff Phototoxizität überliest sich leicht. Auch wenn man die Fachliteratur liest so wird die gute Wirksamkeit und gute Verträglichkeit betont. Dem ist so nicht. Bei Reise in ein Land wo die Sonne stärker scheint als in Deutschland im Winter sollte man dieses Medikament meiden. Grund ist der – wie ich aus eigener Erfahrung feststellen musste – die Haut verfärbt sich punktuell bis fleckenhaft rot. Aber was richtig stört ist, die Haut brennt in der Sonne, mehr noch sie schmerzt durch Lichteinwirkung. Ich habe mich deshalb fast nur im Schatten aufgehalten und auf die Dämmerung gewartet um den Schatten zu verlassen. Selbstverständlich habe ich ständig meinen Körper mit Lichtschutzfaktor 40 eingerieben. Hat aber nichts geholfen. Später in Deutschland stelle ich dann auch noch fest dass im Kopfbereich Hautflecken sich darstellen im Bereich des Haaransatzes der Stirn.
Ferner ist Doxycyclin nicht zur Therapie geeignet, lediglich Prophylaxe ist möglich.
Impfungen
Für alle Reisenden zu empfehlen sind Impfungen gegen:
Diphtherie, Tetanus, Polio,
Masern (oder Immunität nach Krankheit)
Hepatitis A
Typhus
Für Risikogruppen zusätzlich die Impfung gegen:
Hepatitis B
Tollwut (Risiko sehr verbreitet!)
evt. japan. Enzephalitis
Pneumokokken, Influenza
Einreisevorschrift:
Gelbfieberimpfung: obligatorisch bei Einreise aus Gelbfieber - Endemiegebieten, nicht für Flughafen- Transitpassagiere.
Bitte beachten Sie:
Die Empfehlungen gelten für erwachsene Reisende. Bei Kindern müssen besondere Altersbeschränkungen auch für die empfohlenen Reise-Impfungen und altersbedingte Risiken beachtet werden!
Vorkommen von Vogelgrippe:
Reisende in die betroffenen Länder sollten den Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel und Vögeln aller Art auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln meiden. Von Geflügelstallungen sollte man sich fern halten. Der Import von Vogelprodukten einschl. Federn aus den betroffenen Ländern in die EU ist verboten.
Wichtigste Regeln:
Darminfektionen: sorgfältige Hygiene bei Nahrungsmittel und Trinkwasser beachten:
nur Mineralwasser mit intaktem Verschluss oder gekochtes, filtriertes oder chemisch entkeimtes Wasser trinken, keine EiswürfelGrundregel: kochen - braten - schälen - oder vergessen!
Dengue-Fieber: Schutz vor Moskitostichen.
HIV / AIDS: Übertragung durch Blutkontakt ( auch Piercing, Tätowierung o.ä.) und Geschlechtsverkehr. Verwendung von Kondomen sowie sterilen Spritzen und Nadeln.
Schädigungen durch Sonne: Sonnenschutz! Sonnenbrille!Keine Sonnenexposition von 11.00 bis 15.00 Uhr
Nicht barfuss gehen (Infektionsgefahr)
Auf Freibaden in Binnengewässern verzichten (Bilharziose-Risiko)
Im Interesse Ihrer individuellen Gesundheitsvorsorge lassen Sie sich vor Ihrer Reise zu Impfungen und zur Malaria-Prophylaxe ärztlich beraten!
Diese Informationen ersetzen auf keinen Fall die individuelle ärztliche Beratung.
Zum Schutz vor fliegenden Insekten gilt:

Die konsequente Anwendung der Maßnahmen zur Vermeidung von Insektenstichen kann das Erkrankungsrisiko, bes. an Malaria, erheblich verringern.
Zum Schutz vor Stichen der Anopheles Mücke, durch die Malaria übertragen wird, sollten Sie in der Dämmerungszeit und Nachts hautbedeckende, lange Kleidung tragen. Helle Kleidung bietet einen besseren Schutz als dunkle.(Achtung: andere Insekten, durch die auch Krankheiten wie Dengue oder japanische Enzephalitis etc. übertragen werden, sind auch tagsüber aktiv!)
Nach Möglichkeit sollten Sie sich nachts in mückensicheren Räumen aufhalten (Schutz durch Klimaanlage, Fliegengitter) und die Fenster schließen. Wenn die Hotels und Möglichkeiten zur Übernachtung ohne Klimaanlage sind, sollte man ein Moskitonetz mitnehmen. Moskitonetze können zusätzlich imprägniert werden.
Unbedeckte Hautstellen sollten mit moskitoabweisenden Mitteln, sog. Repellents (z.B. Autan etc.) eingerieben werden. Repellent sind Einreibemittel gegen Insekten wie z.B. das bekannte Autan. Diese Mittel sollten den Duftstoff N,N-Diethy-m-Toluamid (DEET) oder Dimethylphthalat enthalten. Diese Substanzen sind zwar in letzter Zeit in die Diskussion geraten, sie bieten jedoch den besten Schutz! Eine Möglichkeit ist auch das Tragen von imprägnierten Stoffarmbändern.
Wenn Sie parallel ein Sonnenschutzmittel verwenden, sollten Sie das moskitoabweisende Mittel unbedingt zuletzt auftragen. Mittlerweile sind auch Kombinationen verfügbar.
Einen gewissen Schutz bieten auch Einreibemittel mit ätherischen Ölen (Citronella etc.), jedoch ist die Wirkdauer sehr viel kürzer, so daß man sich sehr viel häufiger einreiben muß (nach ca. 10 bis 20 Minuten).
Die zusätzliche Verwendung von Insektiziden in Sprays, Verdampfern, Räucherspiralen ("mosquito coils") und Ähnlichem kann einen zusätzlichen Schutz bieten.
NOBITE
Mittel für Haut und Kleidung.
Siehe Link.
Die Flasche gut schütteln und das Kleidungsstück in einem Abstand von 30 cm vor dem Anziehen besprühen. Danach ca. 2 Stunden trocknen lassen. Die Imprägnierung verleiht dem Kleidungsstück keinerlei Geruch, färbt nicht ab und ist für alle Stoffe unbedenklich!Der Inhalt einer Flasche genügt zur Imprägnierung von 4 qm Stoff (1 qm entspricht einem Hemd oder einer Hose). Die Wirkungsdauer beträgt bis zu 2 Monate, selbst nach 4-maligem Waschen von Baumwollkleidern, bzw. 2-maligem Waschen von Kleidung aus synthetischen Stoffen.Auch für Kinderkleidung ab dem 3. Lebensjahr geeignet!
http://www.globetrotter.de/de/shop/search.php?suchfeld=Nobite>ID=e30b8984ff89bba61f8d160c7f596dcca32&gclid=CPeC85iv_ZACFRE1aAodG2xG0w
http://www.nobite.com/
Meine Erfahrung damit war dass die Mücken von den imprägnierten Kleidern weg bleiben.
Autan
http://www.autan.de/nqcontent.cfm?a_id=1
Auf die Haut auftragen. Schien aber nicht alle Mücken zu stören bei mir zumindest.
Nützliche Links:
http://www.worldtrip.de/About_us/Links/Reise-_Links/reise-_links.html
http://www.tinta-tours.de/countries/country.asp?id=8D3066BA-22DF-4A2A-824C-A591F2B77A07
http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele/L0060.htm
http://www.indien-aktuell.de/viewtopic.php?t=5064
http://www.indienerlebnis.de/s05/reisesi.html
http://www.gesundes-reisen.de/redaktion/malaria_medikamente.htm
Hier der Link mit Bildern meiner Reise nach Mumbai und Goa.
http://home.arcor.de/indienreise
Arztpraxis Conzelmann
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Wolfgang Conzelmann
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Telefon: 461 79 23
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